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Schnapsbrenner
Bier
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Der vollkommene Bierbrauer
oder kurzer Unterricht alle Arten Bier zu brauen
ISBN 3-8262-0201-5
Nachdruck eines Buches von 1784 zum Thema Bier.
Bier? Nicht nur Bier. Das letzte Kapitel handelt vom Meth. Diese Rezepte
sind wie damals üblich eher blumig als präzise beschrieben aber voller
interessanter Würzideen. Die gerade neu entdeckte Spezialität "Langer
Pfeffer" wird hier schon erwähnt.
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Der Weinarzt
Die bibliophilen Taschenbücher, ISBN
3-921846-63-3<980>
"Der curieus- und offenhertzige Wein-Artzt" empfiehlt
seine Hausapotheke für Bowlen und Tränklein gegen allerlei
Krankheiten von Leib und Seele. Denn im Wein liegt nicht nur
Wahrheit, er hilft auch gegen allerlei Krankheiten; vom Augentrost-Wein
bis zum Zahnschmerz-Wein. Daneben gibt es nützliche Ratschläge
für den täglichen Gebrauch: Wie man einen Saphir zum
Diamanten macht, wie man einen Gold-Firnis macht oder Mäuse
vertreibt. Nachdruck der Ausgabe von 1753 für das hanseatische
Wein- und Sekt Kontor Hamburg.
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Das brandenburgische Koch-Buch
Oder: Die wohl=unterwiesene Köchinn/ Das ist:
Unterricht/ wie man allerley wohlschmeckende Speisen auffs füglichste
zubereiten (...) solle (...)
Nachdruck eines Kochbuchs von 1723, Hinstorff Verlag
Rostock, Preis unbekannt da nicht mehr aufgelegt
In diesem Buch findet sich ein Kapitel "In Erkennung
der Weine/dieselbe zu verwahren/zu verbessern, auch wenn sie abfällig
werden wieder zurechte zu bringen." Der Titel spricht für sich. Inhaltlich
ähnelt dieses Kapitel den entsprechenden Abschnitten im Wein-Arzt, ist
aber übersichtlicher. Interessant sind Rezepte für einen Muskateller-Wein
(gepanscht mit Holunderblüten oder Petersilie) sowie einige Frucht und
Kräuterweinrezepte, darunter Bitter-Wein, Wermut-Wein und ein obskures
Rezept für Wasser-Wein aus Branntwein und mehrfach gebackenem Mehl. Für
Freunde der hochprozentigen Getränke findet sich ein Kapitel über die
Herstellung und Aromatisierung von Branntweinen
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Oengraphia
Weinkeller oder Kunstbuch vom Wein/ Das ist:
Ausführliche und eigentliche Beschreibung der edlen Gabe Gottes/ deß
Weines/seiner Natur (...)
Faksimilie-Ausgabe des Buches von Friedrich von
Helbach, das im Jahr 1604 erstmals gedruckt wurde, Freisinger
Künstlerpresse, ISBN 3-927061-04-0
Ein ganz fantastisches Buch, in dem der Autor
zusammen trug und ordnete, was in jener Zeit über den Wein veröffentlicht
worden war. Die Oenographia besteht aus drei Büchern. Das ersten Buch
handelt von der Rebe und der Weinherstellung und Weinbehandlung. Das
zweite Buch konzentriert sich auf "Kräuterweine und andere geärztete
Weine". Immerhin 150 Kräuterweine werden aufgeführt sowie deren
medizinischer Nutzen. Das dritte und letzte Buch handelt vom Essig sowie
seiner inneren und äußeren Anwendung. Hätten Sie gedacht, dass
Kornblumen-Essig gegen die "hitzige Krankheit" hilft?
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Von Speisen, natürlichen und Kreuter Wein, aller
Verstandt
Christian Egenolff, Frankfurt am Main 1531;
Nachdruck in der Reihe "Bibliothek alter kulinarischer Werke", Edition
Leipzig Verlag, ISBN 3-923090-25-0
Nachdruck eines mittelalterlichen Kochbuchs mit
Weinrezepten, ein Kapitel widmet sich der Essigbereitung. Nicht ganz so
amüsant beim Lesen wie der Wein-Arzt, aber mit einigen interessanten
Rezeptideen
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Das Buch von guter Spise
Nachdruck einer Kochbuch-Handschrift aus der Zeit
vor 1350, herausgebracht von Tupperware Deutschland anlässlich des
dreißigjährigen Firmenjubiläums
Der Nachdruck des ältesten deutschen Kochbuchs. Im
ersten Teil findet sich die originale Handschrift, im zweiten Teil die leichter
zu lesende Nachschrift, dem besseren Verständnis dient auch das Glossar.
Dieses Buch enthält das älteste überlieferte deutschsprachige Metrezept.
Dieser Nachdruck ist wirklich liebevoll gestaltet, das Buch ist aber
leider nicht im Handel erhältlich. Wir haben ein gebrauchtes Exemplar
erstehen können.
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Das Buch von guter Speise
Mittelalterlich kochen, Gerichte und ihre Geschichte
Jacob Blume, Verlag Die Werkstatt, 220 Seiten,
ISBN 3-89533-451-0, Preis € 16,90
Das Buch ist nicht zu verwechseln mit der oben
vorgestellten Kochbuch-Handschrift, obwohl der Autor aus diesem Werk
einige Rezepte hier vorstellt. Das Buch ist aber mehr als eine Sammlung
mittelalterlicher Rezepte. Auf den ersten 50 Seiten bringt uns der Autor
die Esskultur mit Sitten und Gebräuchen im Schloss und in der Kate näher.
Das macht Spaß beim Lesen. Zwei Rezepte für Met sind auch enthalten, die
sind allerdings unspektakulär.
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Der Wein im Herbst des Mittelalters
Ein kultur- und realiengeschichtlicher Bilderbogen
Dieter Weber, Böhler Verlag, 121 Seiten, ISBN
3-9800630-5-4, Preis unbekannt da nicht mehr aufgelegt
Zunächst unternimmt der Autor mit dem Leser eine
Zeitreise ins Mittelalter, um ihm den Alltag und den Lebensrhythmus der
Menschen im Mittelalter nahe zu bringen. Schließlich wird der Wein als
Wirtschafts- und Handelsgut behandelt, anschließend erfahren wir mehr über
Weintrinker, Weinberufe, Weinheilige und Weinfälscher in der alten Zeit.
Ein informatives und interessantes Buch.
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Die Kochkunst des Mittelalters
Wiederentdeckt für Genießer von heute
Redon, Dabban und Serventi, Panorama Verlag, 376
Seiten, ISBN 3-926642-14-9, Preis unbekannt da nicht mehr aufgelegt
Ein sehr schönes Buch mit 150 Rezepten des 14. und
15. Jahrhunders. Nach einigen einführenden Worten zur Kochkunst und
Gesellschaft in diesen Zeiten finden sich die Rezepte, und zwar jeweils im
fremdsprachigen Original und der deutschen Übersetzung. Dazu gibt es dann
Kommentare und eine zeitgemäße Kochanleitung. Das ist vorbildlich! Leider
gibt es nur ein Rezept für einen gewürzten Wein (Hippokras).
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Wie man eyn teutsches Mannsbild bey Kräfften hält
Die vergessenen Küchengeheimnisse des Mittelalters. Über 100 Rezepte
ausprobiert und aufgeschrieben
H. Jürgen Fahrenkamp, Orbis Verlag, 123 Seiten, ISBN 3-572-00550-0,
Preis der aktuellen Auflage etwa € 10
Dieses Buch enthält ein Rezept für einen Honigwein. Dieses Rezept ist
im Netz die am weitesten verbreitete Anleitung zur Herstellung eines
Honigweins und wird offensichtlich immer wieder kopiert. Es ist das
berühmt-berüchtigte Rezept mit 4 kg Honig und exakt 400 g Reinzuchthefe
auf 10 l Wein.
Die Verbreitung des Rezepts ist tragisch, denn es enthält allerlei
Unsinn. Lesen Sie bitte die Honigwein-FAQ durch, dort ist erklärt, was
genau an dem Rezept falsch ist und wie man einen guten Honigwein macht.
Nebenbei bemerkt dürfte das Rezept nicht authentisch sein, es fehlt eine
Quellenangabe, und ich bezweifle, dass die Winzerkollegen aus dem
Mittelalter Weinhefe aus der Drogerie verwendet haben. Was mich besonders
ärgert: Der Autor gibt an, er habe einen 6 Jahre alten Met getrunken, der
vielen alten Sherry Konkurrenz machen könne. Hier wird ein Weinfehler, der
zufällig zu einem trinkbaren Produkt geführt hat, auch noch als
Qualitätsmerkmal verkauft. Fazit: Die anderen Rezepte sind bestimmt toll.
Aber machen Sie niemals diesen Met!
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Die Wein-Kultur der Römer
Karl-Wilhelm Weeber, Artemis Winkler Verlag,
189 Seiten, ISBN 3-7608-1211-2, Preis etwa € 15
Anhand vieler ausführlich kommentierter Zitate aus
der Römerzeit lernt der Leser das Verhältnis des Römers zum Wein kennen.
Es beginnt mit einem "Lexikon zur römischen Weinkultur", das von Begriffen
wie Alkoholismus bis Zungenlöser reicht. So erfahren wir zum Beispiel,
dass der "führende" Alkoholiker als dieser Zeit angeblich fast 10 l Wein
auf einen Zug trinken konnte. In den folgenden Kapiteln finden wir Texte
zu den Themen "Wein und Liebe", zur Weinpoesie, und 2000 Jahre alte
Ratschläge für den Winzer, inklusive einer Anleitung zum Panschen.
Insgesamt ist das Buch sehr unterhaltsam, auch wenn es stellenweise etwas
zusammengestückelt wirkt.
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Über Landwirtschaft (De re rustica)
Lucius Iunius Moderatus Columella, herausgegeben und
übersetzt von Will Richter, Band 3, Artemis Verlag, ISBN
3-7608-1643-6, Preis unbekannt da nicht mehr aufgelegt
Etwa um 60 nach Christus schrieb der Römer Columella
sein Lehrbuch "De re rustica" (Von den ländlichen Angelegenheiten). Alle
Aspekte der Landwirtschaft werden behandelt, vom Anbau der Nutzpflanzen
bis zur Tierhaltung und Bienenzucht. Interessant für den Hobbywinzer
ist das zwölfte Buch von Columella, das sich unter anderem mit der
Herstellung und Pflege des Weins beschäftigt. Hier bekommt man einen guten
Eindruck, wie schon damals Weine gewürzt und verbessert wurden. Böse
Zungen mögen sagen, schon damals wurde kräftig gepanscht. Im Buch "Über
die Baumzucht" wird der Anbau und die Pflege der Weinreben beschrieben.
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Das Apicius-Kochbuch
aus der römischen Kaiserzeit
Apicius Coelius In Re Quoquinaria, übersetzt
von Richard Gollmerm Komet Verlag, ISBN 3-89836-155-1 Preis etwa € 6
Hier haben wir die Übersetzung eines der ältesten
überlieferten Kochbücher überhaupt. Rezepte, Hausmittel und Küchenregeln
wurden vermutlich zur Zeit von Christi Geburt zusammengetragen. Es enthält
vier Rezepte für gewürzte und aromatisierte Weine.
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Old Time Recipes for Home Made Wines
Helen S. Wright, Fredonia Books, 156 Seiten,
ISBN 1-58963048-3, Preis etwa € 25
Eine Sammlung alte Rezepte für die Herstellung von
Weinen, Likören aus Kräutern, Früchten und Blüten. Eine schöne
Zusammenstellung, das Buch ist eine gute Ideenquelle für selbst
zusammengestellte Weine. Leider fehlten Quellenhinweise.
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© Dr. Andreas Kranz, Birgit Schmuck 2007
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