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Bei der häufigsten Methode zur
Herstellung von hellen Roséwein werden rote Trauben nach Art eines Weißweins
vergoren werden. Dabei sollen die Fruchtschalen, die den roten Farbstoff
enthalten, beim Zerquetschen der Trauben möglichst wenig beschädigt
werden. Nun lässt man die Schalen zusammen mit dem Most einige Stunden
ruhen. Die genaue Dauer bestimmt, wie viel Farbstoff und wie viele der in
den Schalen enthaltenen Tannine in den Most
übertreten können. Danach wird der Most abgepresst und wie bei "Weißwein" beschrieben
vergoren.
Erwähnenswert die so genannte Saignée-Methode:
Hierbei werden etwa 15% Saft eines normaler Rotweinansatzes nach wenigen
Stunden abgenommen und zu einem Roséwein weiter vergoren. Der Vorteil: Da
die Schalenkonzentration im verbliebenen Rotweinansatz erhöht ist wird
dieser voller, dunkler und tanninreicher. Durch den Vergleich der so
erhaltenen Weine wird der Einfluss der Tannine auf den Weingeschmack
besonders deutlich.
© Dr. Andreas Kranz, Birgit Schmuck
2009
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