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Ansatzmenge: |
20 l |
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Ansatzart: |
Maischegärung |
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Weinart: |
Traubenwein |
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Hefe: |
beliebig, bevorzugt Hefen mit mittlerer und hoher Alkoholtoleranz |
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optimaler Säuregehalt: |
etwa im Bereich 4 bis 7 g/L |
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Zutaten: |
etwa 25 kg rote Keltertrauben
Zucker nach Bedarf (Gärstart mindestens 90°Oe)
8 g Hefenährsalz
40 ml Antigel
kohlensaurer Kalk nach Berechnung
Zitronensäure, Milchsäure, Weinsäure nach Bedarf
Kaliumpyrosulfit |
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Schönung: |
20 ml Antigel, 10 bis 20 ml 15%iges Kieselsol,
1 bis 2 g
Gelatine |
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Filtration: |
Filtration mit Filterschichten mittel und EK |
Der rote Farbstoff von dunklen Trauben
ist in den Fruchtschalen enthalten. Damit der Farbstoff in den Wein
übertreten kann bleiben die Schalen zunächst im Traubensaft (Most). In
dieser Phase können weitere noble Bestandteile des Rotweins, die
Gerbstoffe bzw. das Tannin in den Wein übertreten. Je nach Traubensorte
und Auspressmethode erhält man aus den Trauben grob geschätzt 80% Saft und
20% Rückstand (Trester).
Im Gegensatz zur Herstellung von
Weißwein müssen die Trauben vollständig entrappt werden. Die
Fruchtstiele enthalten Gerbstoffe, die im Rotwein unerwünscht
sind. Durch sie würde der Wein einen bitteren Beigeschmack bekommen. Die
Trauben werden zunächst gut gewaschen, Wasser abtropfen lassen. Die
Früchte werden anschließend zerquetscht, z.B. mit
einem Kartoffelstampfer. Die Früchte dürfen dabei nicht zu stark
zerkleinert werden. Ein Mixer oder ein Fleischwolf dürfen nicht benutzt
werden! Das Antigel wird sofort zugegeben.
Keltertrauben sind sehr safthaltig, in
der Regel bildet sich nun genug Saft, so dass der Zuckergehalt bestimmt
werden kann. In der Regel werden Rotweine schwerer ausgebaut als Weißweine. Das
Mostgewicht zum Gärstart sollte deshalb mindestens 90°Oe betragen.
Dazu ein Beispiel:
Das Mostgewicht von 15 l roter
Traubenmaische beträgt 60°Oe. Um das Mostgewicht auf 90°Oe anzuheben werden
30 x 2,6 g/l
Zucker benötigt, also 78 g/l bzw. 1,2 kg Zucker bezogen auf die 15 l Most.
Die Gärung wird gestartet durch Zugabe der Hefe. Die Dauer
bis zum Abpressen der Maische bestimmt, wie viele Farb- und Gerbstoffe in
den Wein übertreten. Als Faustformel gilt: Je höher der Endalkoholgehalt
des Wein werden soll, desto später darf Abgepresst werden. Leichte
Rotweine sollten etwa drei Tage auf der Maische bleiben, schwere Rotweine
werden erst nach 7 bis 14 Tagen oder noch später abgepresst.
Nun kann der Säuregehalt bestimmt
werden. Ist die Säuremenge zu niedrig, so sollte der Säuregehalt nun
ergänzt werden mit Wein-, Milch- oder Zitronensäure.
Wenn die
Gärintensität nachläst, in regelmäßigen Abständen den Alkoholgehalt messen
und nachzuckern bis zum Endpunkt der Gärung. Ist dieser erreicht, Restsüße
einstellen und mit 2 g Pyrosulfit schwefeln und von nun an möglichst kühl
und ruhig lagern. Nach spätestens zwei Wochen muss der Wein vom Bodensatz
abgezogen werden in einen neuen Ballon. Falls eine Säurefällung notwendig
ist, so kann diese nun durchgeführt werden. Der Wein sollte von nun an
möglichst kühl lagern. Nun wartet man entweder die Selbstklärung ab,
alternativ kann der Wein oder gefiltert werden. Eine Bentonitfällung ist beim
Rotwein ist in der Regel weder nötig noch
ratsam, dadurch könnten der rote Farbstoff teilweise mit ausgefällt
werden. Vor der Flaschenabfüllung nochmals mit 2 g Pyrosulfit schwefeln.
© Dr. Andreas Kranz, Birgit Schmuck
2009
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